Ausflug des Dekants Lienz ins Burgenland

P. Tobias (Hannes) Koszogovits ofm berichtet über seinen Heimatbesuch Ende Juni 2018:

Bei einem unserer letzten Dekanatssausflüge kam jemand auf die Idee, meine Herkunft aus dem Burgenland zu nutzen, und mich zu bitten, eine Reise ins Burgenland zu organisieren. Können wir Burgenländer aber überhaupt mit der Fülle an Schönheiten, die Osttirol aufzuweisen hat, mithalten?, dachte ich mir. Trotzdem: Gesagt – getan. Mit der tatkräftigen Unterstützung meiner Eltern war schnell ein zünftiges Programm zusammengestellt.

 

Nach einer wider Erwarten kurzweiligen sechsstündigen Anreise wurden wir von meiner Schulkollegin Brigitte Ohr im Hotel ihrer Familie freundlich empfangen. Im Grillrestaurant Ethno am Stadtrand von Eisenstadt durften meine Osttiroler Kollegen anschließend eine erste Bekanntschaft mit der opulenten Küche des Ostens machen.

 

Am ersten Tag wurden wir von Propstpfarrer Wilhelm Ringhofer wohlwollend und liebevoll in meiner Heimatpfarrkirche empfangen. Unser Lienzer Dekan, oder Dechant wie man im Bgld. sagt, Bernhard Kranebitter, nutzte die Gelegenheit, das für Tirol wichtige Herz Jesu in den Mittelpunkt seines Impulses zu rücken. Josef Bauer intonierte die Haydnmesse aus dem Gotteslob. Geehrt fühlten wir uns auch, weil Generalvikar Martin Korpitsch, mein ehemaliger Heimatpfarrer, da war. Waltraud Kummer führte uns dann beherzt und faszinierend kompetent durch Kalvarienberg, Kirche, Judenviertel und Altstadt. Bürgermeister Thomas Steiner empfing uns zwischendurch mit Interesse in seinen Räumlichkeiten. Nach einem Mittagessen in Stefans Bistro ging es nach Rust, wo wir die Gelegenheit hatten, Seeluft zu schnuppern und Fischerkirche und Störche zu bewundern. Nach einem Besuch im Cenacolo, der uns mit Freude und Zuversicht erfüllte, beendeten wir einen Tag voller schöner Eindrücke beim Heurigen in St. Georgen.

 

Am Morgen des zweiten Tages empfing uns Bischof Ägydius in seinen Räumlichkeiten mit bischöflicher Würde. Nicht ohne einen gewissen Heimatstolz feierten wir dann einen Gottesdienst im Martinsdom, bevor es nach Ödenburg ging. Damit hatten wir bald auch die dritte Freistadt in meiner Heimat besichtigt. Auch meine Heimat atmete in der Vergangenheit Freiheit, nicht nur Tirol. Das Mittagessen im Panoráma-Restaurant in Balf sprühte nur so von pannonischem Flair.

 

Am Nachmittag mussten wir uns dann wieder voller reicher Eindrücke auf den Weg nach Osttirol machen. Alle waren von Burgenland und der Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit seiner Leute begeistert. Ich danke allen in meiner Heimat, die unsere Reise so schön gemacht haben. Das Burgenland wird Osttirol im Herzen bleiben.

P. Tobias (Hannes Koszogovits)

 

 

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